![]() |
||
![]() |
![]() |
![]() ![]() |
| |
Im RBB Heimatjournal
„Gold macht süchtig“ – Schmuck selbst gestalten und herstellen – Goldschmiedemeister in Frohnau bietet Kurse für jedermann - von Julia Jester (ddp) Ringe oder Ketten kaufen, ist manch einem zu langweilig. Oder das Passende findet sich schlicht nicht. Andere haben noch Schmuck von der Oma zu Hause im Schrank liegen, möchten ihn aber nicht tragen. Für solche Menschen, die auch ein bisschen Spaß am Handwerk haben, bietet Andreas Stratmann Goldschmiedekurse an. In seiner Werkstatt in Frohnau kann jeder seinen eigenen Schmuck anfertigen. Der gelernte Goldschmiedemeister mit eigenem Unternehmen bietet seit 2001 regelmäßig Kurse für bis zu 4 Teilnehmer an. „Etwas selbst zu gestalten und zu kreieren ist ein Trend der Zeit. Bei uns können die Leute gleich von der ersten Minute an loslegen. Sie bekommen die Feile in die Hand und dann fliegen die Goldspäne“, sagt Stratmann. Wer selbst keine Idee hat, kann sich Anregung bei den ausgestellten Werkstücken holen und auch Material bekommen. Mitgebrachter Schmuck wird zuerst gewogen, dann wird Feingold mit Kupfer und Silber geschmolzen, so dass eine Legierung aus 750er Gold entsteht. Bei Weißgold wird noch Palladium beigemischt. Das abgekühlte Metall wird dann mit Walze, Zange, Hammer oder Stanzer bearbeitet. „Beim Löten bekommt so mancher einen Schreck, wenn sein teures Werkstück auf einmal schwarz wird“, erzählt Stratmann. „Im chemischen Bad kommt der goldene Glanz aber schnell wieder zum Vorschein.“ Schon „alte Hasen“ sind die vier Teilnehmer von heute. „Ich bin bestimmt schon zum zehnten Mal da. Draußen kriegen Sie so was nicht. Dies hier sind alles Unikate“, meint Regina H. , die gerade dünne Goldstäbe mit der Feile bearbeitet. „Das werden die Beine der Spinne, die zu meinem Collier gehört.“ Ihren ersten Kurs bekam sie geschenkt, seitdem kommt sie nicht mehr los vom Gold. An der Werkbank daneben fertigt Dagmar H. aus zwei alten Ringen ihren neuen Ehering. „Bevor der nicht fertig ist, darf ich nicht nach Hause kommen, sagt sie lächelnd. „Beim ersten Mal habe ich drei Pakete Sägeblätter verbraucht“, erzählt Marion Sch., die gerade Ohrringe aussägt. „Man muß Spucke auf das Sägeblatt geben, dann bricht es nicht so schnell“, rät Eberhard K.. Der einzige Mann im Bunde hat hier vor ein paar Jahren seinen Ehering angefertigt. Seitdem kommt er immer wieder und schmiedet neuen Schmuck für seine Angetraute. „Es macht sehr viel Spaß. Auch zu Hause habe ich inzwischen eine kleine Werkbank.“ Stratmann und seine Mitarbeiterin machen vor, geben Tipps, verraten Tricks und eilen zu Hilfe, wenn das Werkstück beim Löten wieder zu einem Goldklumpen zusammenzuschmelzen droht. Der 12-stündige Kurs kostet € 250,00 plus Materialkosten. Termine werden individuell mit den Teilnehmern abgesprochen. Aber Achtung: „Gold macht süchtig“, warnt Frau H. ddp/jjr |
![]() |
|
|
© 2001-2009 Goldschmiedemeister Andreas Stratmann
- Alle Rechte vorbehalten
|
|
| Newsletter abonnieren / abbestellen | Webdesign: AGON-PC |
![]() |
|